Mittwoch, 14. Januar 2026

Konzernatlas 2026

Der Konzernatlas 2026 beleuchtet die Marktmacht der großen Konzerne vom Saatgut bis zum Supermarkt und zeigt auf, wie Politik und BürgerInnen diese Macht begrenzen können – für eine umweltverträgliche, sozial gerechte und nachhaltige Ernährung.

Der Konzernatlas 2026 ist ein Kooperationsprojekt der Heinrich-Böll-Stiftung, des BUND Deutschland und dem Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre.

Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung

Mittwoch, 7. Januar 2026

Globale Herausforderung Müll

Von der Annahme ausgehend, dass in Deutschland ein großer Teil des Abfalls recycelt wird, schenken wir dem globalen Müllproblem kaum Aufmerksamkeit. Dabei stehen wir Deutschen auf der Liste der Müllerzeuger mit ganz oben: auf Platz fünf – unter anderem hinter den ChinesInnen und US-AmerikanerInnen. Und wir entsorgen unseren Müll nicht immer nur auf unseren eigenen Deponien. Vielmehr reist das, was wir täglich wegwerfen, mitunter einmal um die Welt und wird, wie in diesem Dossier geschildert, in Malaysia abgeladen oder endet in Ghana in den Händen von Kindern und Jugendlichen, die versuchen mit unserem Elektroschrott ihr tägliches Abendessen zu finanzieren. „So birgt Müll zahlreiche Dimensionen globaler (Un)Gerechtigkeit und ist entwicklungspolitisch höchst relevant“, erklären Anne Neumann und Theresa Utzig in der Einleitung zum aktuellen Südlink-Dossier. Müll ist nach dem Klimawandel und dem Artensterben mittlerweile die größte Herausforderung für die Weltgemeinschaft. Wer einen Blick in den Globalen Süden wirft, wie etwa in der Reportage aus Uganda, der stellt schnell fest, dass das Müllproblem uns alle angeht. Denn was dort unsachgemäß in der Umwelt entsorgt wird, endet früher oder später in den Süßwasserseen unseres Planeten, aus denen die Menschen ihr Trinkwasser gewinnen, oder gar in den Ozeanen, wo es zur Gefahr für das ganze Ökosystem wird.

Südlink 214 „Müll: Eine globale Herausforderung“.

Quelle: Inkota

Sonntag, 28. Dezember 2025

2025: Retouren auf Rekordkurs - Hauptreiber Modehandel

Das anhaltende Wachstum des E-Commerce führt dazu, dass die Zahl der Retourenpakete in Deutschland im Jahr 2025 voraussichtlich ein neues Rekordniveau erreichen wird. Entscheidend für diese Entwicklung sind sowohl das steigende Gesamtvolumen der versendeten Pakete als auch eine seit Jahren unverändert hohe Retourenquote. Nach Einschätzung der Forschungsgruppe Retourenmanagement haben sich die Retourenquoten trotz zahlreicher Maßnahmen zur Retourenvermeidung seit der letzten umfassenden Erhebung im Rahmen des Europäischen Retourentachos 2022 nicht reduziert. Diese Einschätzung wird durch aktuelle Untersuchungen des EHI Retail Institute bestätigt.
Demnach wird weiterhin nahezu jedes vierte im deutschen B2C-E-Commerce verschickte Paket retourniert. Ein Großteil der Rücksendungen entfällt auf den Modehandel: Mehr als 80 Prozent der Retourenpakete und rund 90 Prozent der retournierten Artikel stammen aus diesem Segment. Auf Basis aktueller Daten wurden 2024 in Deutschland insgesamt 4,29 Milliarden Kurier-, Express- und Paketsendungen transportiert. Bei einem Paketanteil von 86,5 Prozent und einem B2C-Anteil von 73 Prozent entfielen rund 2,7 Milliarden Sendungen auf den Onlinehandel. Unter Zugrundelegung einer Retourenquote von rund 24 Prozent ergibt sich daraus eine Retourenmenge von etwa 530 Millionen Paketen, womit bereits das Niveau des bisherigen Rekordjahres 2021 erreicht wurde.
Für 2025 rechnen führende Verbände wie der Handelsverband Deutschland und der Bundesverband Paket- und Expresslogistik mit weiterem Wachstum im Onlinehandel. Erwartet werden rund 4,37 Milliarden KEP-Sendungen, ein stabiler Paketanteil sowie ein weiterwachsender B2C-Bereich. Bei unveränderter Retourenquote ergibt sich daraus ein Versandvolumen von rund 2,27 Milliarden Paketen im Onlinehandel und eine prognostizierte Zahl von etwa 550 Millionen Retourenpaketen.

Quelle: Universität Bamberg; retourenforschung.de, Bild: Freepik